Zwischen den Stichworten “kollektives Leben” und dem “eigenen Leben” liegen ganze Welten. Für mich jedenfalls. Und auch fast alle Fragen, mit denen ich mich momentan beschäftige – Alter hin oder her. Bei mir geht es um den Eigensinn. Den habe ich untersucht, beschrieben und von sehr vielen Seiten betrachtet. Dann trieb mich der Gedanke um, dass Eigensinn uns ja auch verbinden kann. Das sollte eigentlich der Titel von Band drei meiner Eigensinns-Trilogie werden. Vor kurzem habe ich – gerade noch rechtzeitig – bemerkt, dass ich damit nichts als meine eigene Hoffnung beschreibe. Gesellschaftliche Analysen zu machen, dazu sehe ich mich nicht in der Lage …. Natürlich können – und sollen! – Bücher auch Utopien beschreiben. Und zu meinem Eigensinn gehört definitiv ein riesiges Utopie-Reservoir. Dazu stehe ich, gar keine Frage. Aber als Buchtitel?! Ich habe gemerkt: Da müsste ich einiges ziemlich gewaltsam “hinbiegen” – und das kommt nicht in Frage! Darum ist mein Arbeitstitel jetzt “Gelebter Eigensinn”. Und “Eigensinn verbindet” wird eins von mehreren Kapiteln.

“Ich will Vielfalt zeigen!”

Was haben diese Eigensinns-Gedanken jetzt  mit Lisas Blogbeitrag zu tun? Die Antwort hat sie im Januar selbst gegeben: “Natürlich denke ich darüber nach, was ich mit meinen Fragen und den Antworten eigentlich zeigen will. Und da fällt mir ein: Vielfalt. Ich will Vielfalt zeigen. Genauer gesagt, ich will meinen Beitrag dazu zu leisten, dass Vielfalt sichtbar wird. Dieselbe Frage an viele verschiedene Menschen zu stellen, bringt viele verschiedene Antworten hervor. Und keine davon ist richtig und keine ist falsch. Alle haben Gültigkeit und sind für die antwortende Person das, was im Moment wahr ist.

Soziale Vielfalt hat auch immer den Aspekt der sozialen Schönheit, ein Konzept von Joseph Beuys, dessen Gedanken zur sozialen Skulptur mir seit vielen Jahren eine Inspiration sind.”

Danke, Lisa! Das ist es!

Ich glaube, mindestens drei Dinge haben Lisa und ich gemeinsam: Wir wollen Dinge in einen größeren Kontext stellen, Vielfalt zeigen und Menschen eine Stimme geben – ohne dabei in irgendeiner Form einzugreifen. Lisas Thema ist (derzeit) vor allem das Community Building.

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